Saupersdorf ob Bf
Der Bahnhof Saupersdorf ob Bf erstreckte sich vom km 9,640 bis km 10,130 der Strecke Wilkau-Haßlau - Carlsfeld.

Eröffnet 1882 als Haltestelle Saupersdorf, ab 1897 umbenannt in Haltestelle Saupersdof I,
ab 01.05.1905 Bahnhof Saupersdorf I, ab 05.10.1930 Bahnhof Saupersdorf ob Bf.

Gleisbenutzung
Gleis 1 = Güterbodengleis
Gleis 2 = durchgehendes Hauptgleis (Bahnsteiggleis)
Gleis 3 = Ladegleis
Gleis 4 = Kreuzungs- und Überholungsgleis
Gleis 5 = Ladegleis
Gleis 6 = Ladegleis (Bachgleis)
Im Erdgeschoß des Bahnhofsgebäudes befanden sich ein großer Abfertigungsraum,
das Zimmer des Dienstvorstehers sowie ein Wartezimmer.
Fernsprecher der Zugmeldeleitung: im Abfertigungsraum und in einem mit Vierkant verschließbaren Kasten im Wartezimmer.
Fernsprecher der Bezirksleitung: Im Abfertigungsraum. Für beide Leitungen galt das Rufzeichen
Vorhanden war auch ein Postfernsprecher, Fernmeldeamtsbereich Zwickau,
Ortsnetz Kirchberg, Rufnummer 232
Die letzten Angestellten im Abfertigungsdienst waren: Paul Martin, Helene Bürger und Walter Pohl.
Haltestellenwärter
Walter Pohl
Unmittelbar ans Bahnhofsgebäude hatte man den Güterboden angebaut, zugänglich vom Abfertigungsraum aus. Im Güterboden war auch das Archiv des Bahnhofes untergebracht.
Vom 01.04.1965 an waren 69 m
2 an die Spedition Ch. F. Günther, Kirchberg, zwecks Lagerung von Speditionsgütern vermietet worden.
Haltestelle Saupersdorf um 1890
Foto oben: Sammlung Karl-Heinz Weidel
Foto: Sammlung Karl-Heinz Weidel
Zeichnung: Sammlung D.Schatte
Wegen Platzmangel errichtete man ab dem Jahre1913 etwa 250 m vor den Anlagen des Bf Saupersdorf I ein weiteres Ladegleis, ein Kreuzungs- und Überholungsgleis sowie ein kleines "Aufenthaltsgebäude fur Arbeiter". In dem Raum auf der Nordseite befand sich ein Fernsprecher der Zugmeldeleitung , Rufzeichen:
Diese neue Anlage, offiziel "Ladestelle", wurde von Eisenbahnern und Anwohnern als "Saupersdorf Umfahrung" bezeichnet.
Die alte Anlage erhielt den Namen "Saupersdorf Bahnsteig". Diese Bezeichnungen waren auch im Zugmeldeverfahren üblich.
In den Jahren 1954 bis 1967 fanden werktags fünf planmäßige Zugkreuzungen statt, wobei stets der Zugführer die Weiche 4 und der Schaffner die Weiche 1 bediente. Auf beiden Fotos ist die Zugkreuzung des Gmp 11642 mit P 2117 zu sehen, oben am 11.09.1966 (Lok 99 594 u. 99 586), unten am 24.06.1967 (Lok 99 594).
Außerplanmäßige Zugkreuzungen wurden mit Befehl N angewiesen.
Dieser Gleisplan hing im Abfertigungsraum an der Wand und ist im Original erhalten geblieben (Maße: 80 x 30 cm). Nach Fertigstellung des Museumsbahnhofes Schönheide Süd wird diese Tafel dann im Bahnhofsgebäude dort ihren Platz finden.
beide Fotos: Günter Meyer, Sammlung D.Schatte
Gleis 5 sowie der Rückstoß des Güterbodengleises sind um 1945 entfernt worden.
Bis in die 50ger Jahre war Saupersdorf ob Bf selbstständige Dienststelle. Danach wurde er dem
Bf Kirchberg (Sachs) unterstellt.
Einige der auf Saupersdorf ob Bf vorhanden gewesenen Vorschriften, Anweisungen usw.
Sammlung D.Schatte
Wegen baulicher Mängel zweier Brücken und einer Stützmauer wurde die Teilstrecke Kirchberg (Sachs) - Saupersdorf ob Bf ab 15.Juli 1967 für den gesamten Eisenbahnverkehr gesperrt und Schienenersatzverkehr mit Bus eingerichtet.

Somit war Saupersdorf ob Bf zweimal in seiner Geschichte Endpunkt:
Vom November 1882 bis Dezember 1893 als Haltestelle Saupersdorf der Strecke Wilkau - Saupersdorf,
und vom Juli 1967 bis Dezember 1970 aus der entgegengesetzten Richtung, der Strecke Schönheide Süd - Saupersdorf.

Das letzte Fernsprechbuch für die Sprechstelle Saupersdorf Umfahrung.
Zuglaufmeldungen wurden ab dem 15.Juli 1967 nur noch von der Sprechstelle Saupersdorf Bahnsteig abgegeben.
Die Einstellung des Reiseverkehrs erfolgte am 30.05.1970, des Güterverkehrs am 31.12.1970
Das Gelände des Bahnhofes Saupersdorf ob Bf wurde mit Wirkung vom 01.11.1973 der Gemeinde Saupersdorf in Rechtsträgerschaft übergeben.
Zettelfahrkarte
Sammlung D.Schatte
Sammlung D.Schatte
Sammlung D.Schatte
Sammlung D.Schatte
Im Güterboden war ein Stück Leinen mit dieser Aufschrift befestigt.
Original: 41,7 x 27,5 cm
Sammlung D.Schatte

Weitere Fotos: Hier
Dieter Schatte, eMail: D.Schatte@web.de
Sammlung D.Schatte
An der Weiche 6 stand dieser besondere Kilometerstein.
1 M (Myriade) = 10 km. Er ist heute noch am gleichen Standort vorhanden.
Foto: Holger Drosdeck
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