Bahnhof Bärenwalde (Sachs)
Der Bahnhof Bärenwalde erstreckte sich von km 14,435 bis km 15,307 der Strecke Wilkau-Haßlau - Carlsfeld.
Blick in Richtung Wilkau-Haßau
Foto: Rainer Heinrich
In dem Vorbau neben der "H" - Tafel befand sich bis 1926 ein kleines Stellwerk für die beiden Einfahrsignale. Ab 1927 ersetzte man diese beiden Signale durch Trapeztafeln.
Nach Ausbau des Stellwerkes nutzte man diesen Vorbau als Schuppen für Handwagen und Schlitten.
Gleisbenutzung:
Gleis 1: Durchgehendes Hauptgleis (Bahnsteiggleis)
Gleis 2: Kreuzungs- und Überholungsgleis
Gleis 3: Ladegleis, seit 1954 auch Abstellgleis für Personenwagen
Gleis 4: Güterbodengleis (Stumpfgleis)
Die Gleisanlagen zwischen 1927 und 1946
P 2106, auch "Bürstenbinder" oder "GEG-Zug" genannt, war seit 1954 der einzige Reisezug, der in Bärenwalde gebildet wurde. Er brachte die Beschäftigten der Bürstenholzfabriken in Stützengrün und Schönheide an ihr Ziel.
An ein außergewöhnliches Ereignis bei diesem Zug soll erinnert werden:

Am 23.Februar 1956 ließ der Zugführer den Packwagen des P 2106 vorschriftswidrig auf das durchgehende Hauptgleis ablaufen. Zu spät stellte er einen Defekt an der Handbremse fest. Der Wagen rollte auf die im Gefälle liegende freie Strecke, überquerte
insgesamt 52(!) ungesicherte Wegübergänge, davon dreimal eine Hauptstraße und fuhr in Saupersdorf auf den vorausfahrenden
P 2103 auf, in dem durch den Aufprall einige Fahrgäste leicht verletzt wurden.
Der Zugführer war am Bahnsteig des
Hp Hartmannsdorf vom Packwagen abgesprungen und hatte sich dabei ebenfalls leicht verletzt.

Der Güterboden.
Nach Einstellung des Stückgutverkehrs zum 01.01.1964 vermietete die Deutsche Reichsbahn den Güterboden
ab 01. Februar 1964 an die Firma Herbert Möckel KG.,"Habofalith" Borstenfabrik Bärenwalde.
Die Firma Rudolph Tröger, Stickwarenfabrik Bärenwalde, erhielt Mitbenutzungsrechte.
Das Gelände des Bahnhofs Bärenwalde war mit Wirkung vom 01.12.1972 dem Rat der Gemeinde Bärenwalde in Rechtsträgerschaft übergeben worden.
Der Bahnhof Bärenwalde wurde ab 01.01.1971 für den gesamten Güterverkehr geschlossen
Am 30. Mai 1970 erfolgte die Einstellung des Reiseverkehrs.
Lok, Packwagen und Zugpersonal zum P 2106 kamen aus N 11635, der in Bärenwalde endete. Die drei Personenwagen standen im Ladegleis, sie wurden jeweils am Vortag von den Zügen P 2128 und P 2130 dort abgestellt.
Weitere Fotos:  Hier
Vom 01.01.1971 an konnte, vertraglich vereinbart, das Kraftverkehrskombinat Karl-Marx-Stadt - Betrieb Zwickau -auf einem Platz neben dem Güterboden einen KOM, H 6 B, abstellen.
Eine 1927 entfernte Weiche war 1946 wieder eingebaut worden.

Der "Bürstenbinder"

Zeichnung: Sammlung D.Schatte

Dieter Schatte, eMail: D.Schatte@web.de
Sammlung D.Schatte
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Die Strecke im Jahre 1955
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Fahrplan
Dienstplan
Wilkau-Haßlau - Kirchberg
Wilkau-Haßlau - Kirchberg
Letzter Betriebstag
In der Wartehalle befand sich der Dienstraum des Angestellten im Abfertigungsdienst.
Die letzten Angestellten in Bärenwalde waren Hans Herfurth, Margarethe Hölig und
Charlotte Lorenz.
Ebenfalls in der Wartehalle in einem mit
Vierkantverschluss gesicherten Kasten: Der
Fernsprecher der Zugmeldeleitung mit dem Rufzeichen:
Charlotte Lorenz
Hst Cunersdorf
Bf Wilkau-Haßlau
Anschl Stengel (Wesa)
Hp Wilkau-Haßlau
Anschl Neubert
Anschl Schmiedchen
Hp Culitzsch
Bf Cunersdorf
Anschl Hirsch
Anschl Popp
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